Moralisten und Juristen verweisen gerne darauf, dass wir uns unglaubwürdig machen würden, wenn wir in der Konfrontation mit dem Bösen Moral und Recht fahren ließen, und dass dann geradezu alles verloren wäre. In dieser Warnung verbirgt sich auch eine irreführende säkular-religiöse Hoffnung: die Hoffnung nämlich, dass Moral- und Rechtstreue zuletzt durch den Sieg des Guten belohnt würden. Diese Hoffnung war schon immer falsch, und sie kann heute angesichts dessen, was wir mittlerweile über das Wirkliche wissen, nicht einmal mehr gute Gründe anführen.
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